anzeige

Was ist Individualität und gibt es das heutzutage noch? Oder ist individuell sein mittlerweile zum Mainstream geworden?

Jeder Mensch ist individuell in seinem Wesen. Durch Erziehung, Erfahrungen und Erlebnisse wurde jeder von uns geprägt und hat seine eigene individuelle Persönlichkeit entwickelt. Doch als soziale Wesen suchen wir unter anderem nach Anerkennung und Zugehörigkeit. Dadurch bilden sich die unterschiedlichsten Gruppen von Menschen. Einige mögen Rockmusik und lieben Festivals, andere Menschen mögen klassische Konzerte. Manche leben traditionell und familiär, andere alternativ und freiheitsliebend. Das eine schließt das andere jedoch keineswegs aus und so kann jeder seinen persönlichen Platz in einer dieser Gruppen finden. Und trotzdem hat jeder das Bedürfnis sich von der Masse abzuheben, einige mehr andere weniger. Durch bestimmte Kleidung oder Wohnungseinrichtungen tragen wir unseren Lebensstil nach außen und zeigen, wer wir sind. Es bilden sich verschiedene Gruppen von Menschen, die ähnliche Ansichten, Vorlieben und Lebensweisen teilen. Vor allem soziale Netzwerke bieten eine große Plattform, um sich selbst zu inszenieren und zu präsentieren. Wir bekommen Anerkennung und Aufmerksamkeit für das was wir machen und wer wir sind.

Jedoch hat es teilweise den Eindruck, dass alle nach denselben Idealen streben. Es wird vorgegeben, was angesagt ist, welcher Kleidungsstil cool und welcher Lebensstil langweilig ist. Was vor einiger Zeit noch alternativ und besonders war, ist heute an jeder Straßenecke zu finden. Individualität wird zum Mainstream. Jeder will zeigen wie besonders er oder sie ist. Das zeigt auch eine Umfrage einer Studie der OC&C Strategy consultants zur Frage, wie viel Wert die Teilnehmer*innen auf Individualität in bestimmten Bereichen legen. So antworteten in der Kategorie „eine eigene Meinung“ haben 23% der Generation Z mit sehr wichtig. Das sind vier Prozent mehr als die Babyboomer. Auch in den Bereichen eigenen Content erstellen, einen einzigartigen Stil haben und ungewöhnliche Interessen haben zeigt sich ein deutlicher Trend hin zu mehr Individualität.

Natürlich kann es bei so vielen verschiedenen Ansichten auch schnell zu Konflikten oder Missverständnissen kommen. Dem einen gefällt der Kleidungsstil des anderen nicht, welcher wiederum nicht versteht, warum sein Gegenüber seinen Körper mit Tattoos und Piercings schmückt. Menschen, die aufgrund ihres Verhaltens oder ihres Aussehens nicht ins Raster passen, werden ausgegrenzt. Themen wie Rassismus und Mobbing sind keine Seltenheit in unserer Gesellschaft. Auch Tabuthemen, wie psychische Erkrankungen oder andere Defizite, werden oft aus Angst vor Ausgrenzung nur selten thematisiert. Wichtig ist deshalb, dass wir mehr miteinander reden und über unterschiedliche Meinungen diskutieren. Dabei sollten wir sachlich und fair bleiben und versuchen den Standpunkt des anderen zu verstehen, ihn im besten Fall zu akzeptieren und ihn im schlechtesten Fall wenigstens zu tolerieren. Denn durch Diskussionen und den Austausch verschiedener Erfahrungen und Meinungen können wir auch über soziale Gruppen hinweg Freundschaften schließen und zu einer Gesellschaft zusammenwachsen, die anderen hilft statt sie auszugrenzen.

Raum für sensible Themen

In Bremerhaven haben verschiedene Randthemen in Pop-up-Stores für Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit gesorgt. Im Dezember 2016 hat die Städtische Wohnungsgesellschaft Bremerhaven mbH (STÄWOG) die Pop-up-Store-Kampagne Springflut Bremerhaven initiiert, um dem gewerblichen Leerstand entgegen zu wirken. Bereits im ersten Jahr wurde deutlich, dass das Interesse an temporärer Nutzung in Bremerhaven groß und vielfältig ist. So hat beispielsweise das Jugendwerk der AWO ein Workshop-Angebot zum Thema Mobbing und Antisemitismus organisiert. Die Bremerhavener Fachstelle für Alphabetisierung nutzte ihren Alpha-Shop zur Beratung von Analphabeten und informierte gleichermaßen die Öffentlichkeit. So entstehen Räume für Diskussionen und Austausch und es wird auf Randthemen aufmerksam gemacht, die sonst kaum behandelt und oft verschwiegen werden.

Statistik
Springflut Kampagnenmotiv

Pop-up-Stores bieten natürlich nicht nur Raum für ernste Themen, sondern ebenso für kreative Ideen. Zahlreiche Zwischennutzer wie Start-Ups, Kreative, Do-it-yourself-Initiativen, gemeinnützige Ladengemeinschaften und Unternehmen haben mit verschiedensten Angeboten neues Leben in die ehemaligen Leerstände in Mitte, Lehe und Geestemünde gebracht. Es lohnt sich öfter mal vorbeizuschauen, denn die Projekte sind zeitlich begrenzt:

www.springflut-bremerhaven.de

Du hast eine tolle Idee und Lust einen eigenen Pop-Up-Store zu eröffnen?

info@springflut-bremerhaven.de
Tel: 0471 9451 103
Mobil: 01590 4217264

Springflut-Konditionen im Überblick:

  • Gewerbeflächen zwischen 28 bis 260 m² mit unterschiedlicher Aufteilung in Mitte, Lehe oder Geestemünde
  • pauschale Nutzungsgebühren ohne aufwendige Formalitäten
  • flexible Mietdauer von mind. drei Tagen bis hin zu sechs Monaten
  • kostenfreies modulares Möbelsystem (nach Verfügbarkeit)
  • jeder Pop-up-Store ist Teil der Springflut-Marketingaktivitäten

Springflut Bremerhaven ist eine Initiative der Städtischen Wohnungsgesellschaft Bremerhaven mbH gegen gewerblichen Leerstand.

Stäwog Logo

Städtische Wohnungsgesellschaft Bremerhaven

Die STÄWOG ist die Wohnungsgesellschaft der Stadt Bremerhaven. Zu unserem Bestand zählen mehr als 5.100 Mietwohnungen, 100 Gewerbeeinheiten und 700 Garagen. Als 100-prozentige Tochter der Stadt Bremerhaven steht für uns die Stadtentwicklung und das Wohlergehen unserer Mieter an erster Stelle - nicht die Rendite für Aktionäre. Mehr Informationen hier ...